In den vorderen drei ausstellungsräumen werden die aufnahmen, die Helmut Newton zwischen 1987 und 1995 in dem von ihm begründeten magazin „Helmut Newton illustrated“ veröffentlichte, erstmals auch als ausstellung zu sehen sein.
Der zentrale ausstellungsraum ist den beiden berühmten wie berüchtigten Werkgruppen „Tulsa“ und „Teenage Lust“ von Larry Clark gewidmet. Entstanden in den sechziger und siebziger Jahren zeigt Clark in drastischen Bildern das bis dahin tabuisierte leben von jugendlichen drogensüchtigen und deren Sex. Er ist damit der einflussreichste Vorläufer für Photographen wie Nan Goldin oder Richard Billingham. Sein provokanter Bildband „Tulsa“ wurde 1971 in dem von Ralph Gibson gegründeten Photobuchverlag Lustrum Press verlegt. Gibson veröffentlichte dort seit 1970 auch seine eigenen bücher „the somnambulist“, „déjà-vu“ oder „Days at Sea“. Daraus und aus späteren Projekten wurde eine repräsentative Bildauswahl in Schwarz-Weiß und Farbe getroffen, die in den wechselausstellungsräumen der Helmut Newton stiftung erstmals in dieser Kombination präsentiert werden. Gibsons zeitlos-subjektive Bildwelten sind geprägt von strengen Kontrasten und ausschnitthaften Abstraktionen.