Biografie

1920: geboren in Berlin als Helmut Neustädter; wohnhaft in Berlin-Schöneberg

1930 bis 1934: Besuch des Heinrich von Treitschke Realgymnasium in Berlin-Schöneberg

1934 bis 1938: wohnhaft in Berlin-Halensee

1934 bis 1935: Besuch der Amerikanischen Schule in Berlin-Schöneberg, nach dem Umzug der Schule in Berlin-Grunewald

1936 bis 1938: Ausbildung bei der Porträt-, Akt- und Modefotografin Yva (Else Simon, geb. Neuländer) in Berlin-Charlottenburg

1938: verläßt er Berlin am Bahnhof Zoo mit dem Zug Richtung Triest, im Gepäck zwei Kameras; in Singapur Anstellung bei der "Singapore Straits Times"

1940: kommt er nach Australien und dient fünf Jahre in der australischen Armee, wird 1946 australischer Staatsbürger

1947: lernt er in Melbourne die Schauspielerin June Brunell kennen, die für ihn Modell steht und die er ein Jahr später heiratet

1956: ausgedehnte Reise durch Europa; in London Jahresvertrag mit der britischen "Vogue", den Newton nach elf Monaten kündigt; anschließend in Paris und Rückkehr nach Melbourne; Vertrag mit der australischen "Vogue"

1961: zurück in Paris, Wohnung in der Rue Aubriot im Marais; fester Vertrag mit der französischen „Vogue“, gelegentlich redaktionelle Arbeit auch für die britische "Vogue" oder "Queen".

1964 bis 1966: redaktionelle Arbeit für die französische "Elle".

1964: Erwerb eines kleinen Hauses mit dazugehörigem Weinberg in Ramatuelle, unweit von St. Tropez, wo Helmut und June Newton zukünftig die Ferien verbringen.

1966: unter der neuen Chefredakteurin Francine Crescent erneuter Vertrag mit der französischen "Vogue".

1970: beginnt auch die Karriere von June Newton (alias Alice Springs) als Fotografin: als ihr Mann verhindert ist, übernimmt sie den Fotoauftrag für eine Zigarettenwerbung.

1971: erleidet Helmut Newton einen Herzinfarkt in New York; Rekonvaleszenz im dortigen Lennox Hill Hospital.

1975: beginnt die Ausstellungstätigkeit des redaktionell bereits sehr erfolgreichen Fotografen: Helmut Newton eröffnet seine erste Einzelausstellung in der Nikon Galerie in Paris.

1976: erscheint sein erster Bildband "White Women".

1981: Helmut und June Newton verlegen ihren Wohnort von Paris nach Monaco; die Wintermonate verbringen sie zukünftig in Los Angeles.

1990: Ehrung durch den französischen "Grand prix national de la photographie".

1992: Auszeichnung zum "Officier des Arts, Lettres et Sciences" in Monaco sowie Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes.

1996: Auszeichnung zum "Commandeur de l’Ordre des Arts et Lettres" durch den französischen Kulturminister.

2000: große Retrospektive anlässlich seines 80. Geburtstags in der Neuen Nationalgalerie in Berlin mit Folgestationen u.a. in London, New York, Tokio, Moskau und Prag.

2003: Vertrag über die Gründung der Helmut Newton Stiftung in Berlin mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

2004: stirbt Helmut Newton in Los Angeles; die Helmut Newton Stiftung wird posthum eröffnet.



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