Helmut Newton Foundation


  


Helmut Newton, einer der weltweit anerkanntesten Photographen, schuf über einen Zeitraum von einem halben Jahrhundert ein herausragendes, unvergleichliches Oeuvre. Im Oktober 2003 gründete er die Helmut Newton Stiftung, die seitdem in einem ehemaligen preußischen Offizierskasino in Berlin-Charlottenburg untergebracht ist.

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es in unterschiedlicher Form zum Museum umgewidmet. Die Helmut Newton Stiftung nutzt hier 1.500 qm als Ausstellungsfläche, Büro und Archiv.

Das repräsentative Gebäude im historischen Zentrum West-Berlins, unmittelbar am Bahnhof Zoo gelegen, wurde am 3. Juni 2004 mit der Doppelausstellung "Us and Them" und "Sex and Landscapes" wiedereröffnet und inzwischen von knapp 1,5 Millionen Menschen besucht.

Zwei Institutionen befinden sich hier unter einem Dach. In einer Public-Private-Partnership mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nutzt die sammlung Fotografie (als Abteilung der Kunstbibliothek bei den Staatlichen Museen Berlin) die beiden oberen Etagen des Gebäudes, insbesondere den ehemaligen, so genannten Kaisersaal als Ausstellungsraum.

Als internationale Stiftung mit weltweiter Ausstrahlung widmet sich die Helmut Newton Stiftung der Aufarbeitung und Präsentation des photographischen Werkes von Helmut und June Newton, die unter dem Pseudonym Alice Springs seit den 1970er Jahren ein bedeutendes, eigenständiges Werk geschaffen hat.

Bezüglich der von Helmut Newton formulierten Ziele soll die nach ihm benannte Stiftung eine "lebendige Institution sein, kein totes Museum". So werden die unterschiedlichen Aspekte seines außergewöhnlichen photographischen Werkes in überraschenden Präsentationen vorgeführt und teilweise renommierten Photographen gegenübergestellt.

diese dialogsituation von newtons werk auf der einen und international bedeutenden photographen auf der anderen seite kam bereits mehrfach zum tragen, 2006 in der ausstellung „men, war & peace“ (in gegenüberstellung mit david lachapelle und james nachtwey), 2007 in „wanted“ mit larry clark und ralph gibson, 2008 in einer gruppenausstellung zur paparazziphotographie. auch in der folge wurden auch andere photographen in die helmut newton stiftung eingeladen, darunter greg gorman und frank horvat, und dieser dialog wird fortgesetzt.

Durch solche außergewöhnlichen Präsentationen ist die Helmut Newton Stiftung zu einem wichtigen Bestandteil der Berliner Kulturszene sowie zum Anlaufpunkt der internationalen Berlin-Besucher geworden. durch die enge Kooperation mit c/o berlin und der sammlung fotografie der kunstbibliothek bilden diese drei fotoinstitutionen ein deutschlandweit einmaliges fotocluster. der europäische monat der fotografie findet im herbst 2016 erstmals in den beiden häusern statt.

die helmut newton stiftung organisiert nicht nur präsentationen in berlin, sondern hat seit ihrer gründung komplette ausstellungen auch an andere renommierte museen und institutionen verliehen, beispielsweise nach amsterdam (foam), budapest (museum of fine arts), genua (palazzo ducale), houston (museum of fine arts), mailand (palazzo reale), münchen (hypo-kunsthalle), paris (grand palais), rom (palazzo delle espositioni), stockholm (fotografiska) oder venedig (tre oci). diese ausstellungspraxis wird auch zukünftig weiterverfolgt.



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