Biografie

1923: als June Browne in Melbourne geboren; Ausbildung zur Schauspielerin, zahlreiche Engagements unter dem Künstlernamen June Brunell.

1947: lernt sie Helmut Newton kennen, der in Melbourne kurz zuvor ein Fotostudio eingerichtet hat, und heiratet ihn ein Jahr später.

1956: reisen sie durch Europa und leben in London und Paris, später wieder in Melbourne; Engagements für die BBC und Verleihung des "Erik Kuttner Award" als beste Theaterschauspielerin.

1961: ziehen sie von Melbourne endgültig nach Paris, zunächst leben sie in der Rue Aubriot, später in der Rue de L’Abbé de l’Epée; ihre Schauspielkarriere endet wegen der Sprachbarriere. Sie beginnt autodidaktisch zu malen.

1964: kaufen die Newtons ein Haus in Ramatuelle in Südfrankreich nahe der Cote d’Azur, wo sie seitdem stets mehrere Monate im Jahr verbringen.

1970: vertritt sie den kurzzeitig erkrankten Helmut Newton für einen Werbefotografieauftrag in Paris, so beginnt ihre eigene Karriere als Fotografin, diesmal unter dem Pseudonym Alice Springs; sie arbeitet für Anzeigenkampagnen (beispielsweise für Jean-Louis David) und für Magazine wie Dépêche Mode, Elle, Marie-Claire, Vogue, Nova, Mode Internationale oder Fashion Magazine.

1976: beginnt sie sich ausschliesslich der Portrait-Fotografie zu widmen und veröffentlicht ihre Aufnahmen in renommierten Zeitschriften wie Egoïste, Vanity Fair, Interview, Stern, Photo oder Passion; überdies betreut sie alle Bücher und Ausstellungskataloge von Helmut Newton als art director von Beginn an über fast drei Jahrzehnte.

1978: werden ihre Portraits erstmals in einer Einzelausstellung in Amsterdam präsentiert, der bis heute zahlreiche Präsentationen weltweit folgen.

1981: verlassen sie Frankreich und siedeln nach Monaco über, die Wintermonate verbringen sie regelmäßig in Kalifornien, wo June Newton seitdem zahlreiche Hollywood-Schauspieler, Regisseure oder auch die Hells Angels porträtiert hat.

1983: erscheint ihr Porträt-Bildband in einem französischen Verlag, drei Jahre später in den USA und weitere fünf Jahre später in Deutschland.

1995: entsteht der Dokumentarvideofilm "Helmut by June" für den französischen Fernsehsender Canal Plus.

1998: entsteht der gemeinsame Bildband „Us and Them“ von Helmut und June Newton in einem Schweizer Verlag, begleitet von einer Ausstellungstournee durch mehrere Länder.

2004: erscheint ihre Autobiographie bei einem deutschen Verlag.

2004: eröffnet sie die Helmut Newton Stiftung in Berlin, u.a. mit der gemeinsamen Ausstellung "Us and Them", ergänzt durch die letzten Porträts von Helmut Newton auf dem Sterbebett in Los Angeles. Das neue Fotomuseum wird zukünftig auch für sie und ihr Werk zu einem wichtigen Forum.



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